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Familien entlasten, Gleichberechtigung von Frauen und Männern voranbringen

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Familien entlasten, Gleichberechtigung von Frauen und Männern voranbringen

Foto: Vater hält seine Tochter auf dem Arm
getty

Das moderne Deutschland der Zukunft ermöglicht, dass Beruf und Leben gut miteinander verbunden werden können. Frauen und Männer sind im Arbeitsmarkt gleichgestellt und werden gleich bezahlt. Auf allen beruflichen Ebenen sind Männer und Frauen gleichermaßen vertreten. Jeder hat die Chance, sich Zeit für Kinder, Pflege und Ehrenamt zu nehmen, ohne im Job Nachteile zu haben. Eltern haben die Möglichkeit, auch nach der Geburt der Kinder oder trotz eines Pflegefalls in der Familie im gewünschten Umfang weiterzuarbeiten. Dabei erfahren sie Unterstützung durch den Staat, der gute Betreuungsangebote für Klein- und Schulkinder bereithält und finanzielle Unterstützung gewährleistet. Beide Elternteile haben Zeit für ihre Kinder, für die Partnerschaft und für sich selbst. Für die Kinder gibt es auf Wunsch garantiert einen Platz in Krippe, Kindergarten, Hort und Ganztagsschule. Mit vielen gut ausgebildeten und gut bezahlten Erzieherinnen und Erziehern. Gebührenfrei. Und so flexibel, wie es für die Eltern der Arbeit wegen erforderlich ist. Eltern und Angehörige von Pflegebedürftigen können ihre Arbeitszeit reduzieren und werden dabei vom Staat unterstützt. Familien mit Kindern
werden finanziell gefördert, egal ob die Eltern verheiratet sind oder nicht.

Wo stehen wir heute?

Die Ungleichbehandlung von Frauen und Männern auf dem Arbeitsmarkt ist eine der größten Ungerechtigkeiten in unserer Gesellschaft. Frauen bekommen bei gleicher Qualifikation 21 Prozent weniger Gehalt als Männer. Frauen haben durchschnittlich bessere Bildungsqualifikationen als Männer, haben jedoch vergleichsweise schlechtere Jobs mit geringeren Einkommen, auch weil sie im Arbeitsmarkt deutlich diskriminiert werden. Zudem fehlt es an staatlicher Betreuungsinfrastruktur, vor allem im Bildungsbereich. Immer mehr Frauen in Deutschland arbeiten – doch bis zu einer gerechten Aufteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit zwischen beiden Elternteilen ist es noch ein weiter Weg. Über 70 Prozent der Mütter gehen einer Teilzeitbeschäftigung nach, aber es gibt kein Rückkehrrecht von Teilzeit in Vollzeit. Das alles ist nicht nur sozial ungerecht, sondern auch ökonomischer Irrsinn. Durch den Ausbau der Kinderbetreuung und die Ausgestaltung des Elterngelds hat sich die Situation in den letzten Jahren verbessert. Doch nach wie vor sind Erwerbsarbeit und Einkommen auf der einen und Zeit für Familie und Partnerschaft auf der anderen Seite ungleich zwischen den Geschlechtern verteilt. Ein bedeutendes Hemmnis für die Erwerbsbeteiligung von Frauen und insbesondere alleinerziehenden Müttern ist das weiterhin unzureichende Angebot an Ganztagsbetreuung für Kinder im Vorschul- und besonders im Grundschulalter.

So werden wir unser Land modernisieren und zukunftsfest machen:

Gleichberechtigung für Frauen in der Arbeitswelt fördern

Wir werden die Berufs- und Aufstiegschancen von Frauen in der Privatwirtschaft mit einem weiterentwickelten Gleichstellungsgesetz verbessern. Dieses wird Teil einer Gesamtstrategie für mehr Frauen in Führungspositionen sein. Das Gesetz zur Entgelttransparenz war ein wichtiger Schritt zu mehr Lohngerechtigkeit in Deutschland. Wir müssen aber gerade auch die sozialen Berufe, in denen nach vor meist Frauen arbeiten, aufwerten und besser bezahlen. Dazu soll vor allem ein Tarifvertrag Sozialwesen beitragen. Wir werden endlich das Rückkehrrecht von Teil- auf Vollzeitarbeit nach einer familienbedingten Reduzierung der Arbeitszeit einführen, damit Teilzeit nicht in eine berufliche Sackgasse führt.

Kulturwandel in der Arbeitswelt

Wir wollen einen Kulturwandel in der Arbeitswelt herbeiführen, der die Abkehr von dem Anwesenheitsdruck im Beruf zum Ziel hat und familiengerechte Arbeits- und Besprechungszeiten, Homeoffice- und Dienstreiseregelungen gewährleistet.

Familien bei der Kinderbetreuung entlasten

Wir werden Familien mit Kindern weiter entlasten, indem wir gemeinsam mit den Ländern die Kita-Gebühren schrittweise abschaffen, einen Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung im Grundschulalter schaffen und über drei Milliarden Euro dafür einsetzen. Unser Ziel ist, in den kommenden vier Jahren mindestens 300.000 zusätzliche Kitaplätze und mehr als 500.000 Ganztagsschulplätze zu schaffen. Zugleich werden wir Mentoren- und Patenschaftsprogramme unterstützen, die Eltern und andere Erziehungsberechtigte auf freiwilliger Basis bei der Kinderbetreuung helfen oder sich direkt an Kinder und Jugendliche aller Altersgruppen richten.

Familien finanziell entlasten

Mit der Familienarbeitszeit und dem Familiengeld von 300 Euro monatlich werden wir mehr Zeit für die Familie ermöglichen. Für pflegende Angehörige wird es die gleiche Möglichkeit geben – und dazu eine bis zu dreimonatige Freistellung mit einer Lohnersatzleistung analog dem Elterngeld. Wir werden im Steuerrecht einen Familientarif einführen, bei dem die Eheleute auch künftig gemeinsam steuerlich veranlagt werden und der Ehepartner mit dem höheren Einkommen einen Betrag von bis zu 20.000 Euro auf seinen Ehepartner übertragen kann. Zugleich werden wir jedem Elternteil im Familientarif und auch allen unverheirateten Eltern und Alleinerziehenden pro Kind 150 Euro Abzug von der Steuerlast als Kinderbonus gewähren.

Wohneigentum für Familien fördern

Wir werden den Bau oder den Erwerb von Wohneigentum für Familien durch ein Familienbaugeld erleichtern. Anstelle einer Förderung, die diejenigen begünstigt, die ohnehin über genügend finanzielle Mittel verfügen, wollen wir diejenigen Familien gezielt durch einen Eigenkapitalzuschuss unterstützen, die es ansonsten schwer hätten, einen Immobilienkredit zu bekommen.

Das moderne Deutschland. Der Zukunftsplan zum Download